Meeresrauschen

Nach den ganz großen Steinen kommen die ganz kleinen. Wir fahren zum Strand, ans Meer. An die nördliche Atlantikküste. Auf die Ile de Ré. Um hinzukommen, müssen 8 € bezahlt werden. Soviel kostet das Überqueren der Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet.

Bunte Ile d'Ré

Bunte Ile d’Ré

Hier suchen wir uns einen Platz direkt hinter den Dünen und genießen den restlichen Tag und auch den nächsten. Die Weite des Meeres, der breite, beige Strand, der Nebel, der sich ungewöhnlich lange hält, das alles schafft eine ganz besondere Stimmung. Wir sind in dieser Weite die einzigen Menschen, nur dann und wann treffen wir auf einen Spaziergänger, Jogger oder Muschelsammler.

Muschelsammler im Nebel

Muschelsammler im Nebel

Quadratlatschen

Quadratlatschen

 

Es ist traumhaft. Wir lassen die Seele baumeln, hinterlassen unsere Fußabdrücke im Sand und resümieren unsere bisherige Zeit auf Reisen. Wie wunderbar sich alles fügte, wie sehr man Planung im Vorherein lassen sollte, da das Wenigste davon wirklich eintrifft, wie glücklich wir sind, das alles erleben zu dürfen. In Frankreich, das eigentlich bis auf Paris eher ein Transitland Richtung Spanien und Portugal sein sollte, verbringen wir nun schon die letzten 4 Wochen. Wir fühlen uns wohl hier und sind gespannt, wieviel unseres eigentlichen Planes noch nicht eintrifft.

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag fahren wir weiter an der Atlantikküste entlang, Richtung Ile d’Oleron. Auf dem Weg dorthin fällt uns rechter Hand, weit draußen im Meer etwas auf, das uns nicht unbekannt vorkommt.

Fort Boyard? Ach da!

Fort Boyard? Ach da!

Vor der Insel Ile d’Oleron liegt die Festungsinsel Fort Boyard, die sicherlich einige von Euch noch aus der gleichnamigen TV-Sendung kennen. Wir genießen an dieser Stelle noch etwas das Meer, bewahren einen Seestern vor dem sicheren Tod durch einen spitzen und gierigen Möwenschnabel und suchen uns dann einen Platz für die Nacht.

Am nächsten Morgen

Am nächsten Morgen

 

Mithilfe des Navis finden wir einen Parkplatz direkt am Meer und versuchen da unser Glück. Tatsächlich ist der Platz wunderschön: Picknickplätze unter tief hängenden Pinienzweigen, Bohlenwege zum Strand und das Meer direkt hinter der Düne, keine 20m entfernt. Diese Nacht ist das einzige Geräusch die Brandung, die uns sanft in unsere Träume wiegt.

 

 

 

Nebel am Morgen

Nebel am Morgen

 

 

Am nächsten Morgen werden wir von dickem Nebel begrüßt, der schwer und träge in den Pinien hängt, in kleinen, glänzenden Tropfen von den Nadeln tropft und die Sonne wie eine diffuse, weiße Scheibe wirken lässt. Eine tolle Stimmung, die sich erst zum Mittag hin allmählich auflöst. Dann werden auch die Surfer und SUP-Boarder sichtbar, die sich in die Wellen stürzen.

 

 

 

 

Wir verbringen den restlichen Tag am Meer und verlassen diesen wunderschönen Ort erst spät. Uns zieht es weiter gen Süden.

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