Nichts zu folieren?

Man könnte meinen, wir hätten mit Reisevorbereitung, Planung, Einkäufen, Packen, Listen schreiben und abarbeiten nicht genug zu tun…
Aber, weit gefehlt, wir haben uns auch noch die Zeit genommen, unseren Camper Lisa zu folieren. Besser gesagt, ich habe mich zu dieser Farce überreden lassen und zwar mit einem recht einleuchtenden Argument: Nur mit diesem Dunkelgrün überleben wir die Nächte. Micha war felsenfest davon überzeugt, dass ein dunklerer Farbton uns beim wild Campen quasi unsichtbar machen würde.

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Die Tage des Folierens zogen nur so an uns vorbei, deshalb hier eine kurze Zusammenfassung:

Folieren bei Hitze (40 Grad und mehr)
Folieren bei Sturm
Folieren bei Starkregen
Folieren bei Hagel
Folieren bei Kälte (im Verhältnis zu oben genannten Temperaturen)

Alles war dabei.

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Aufwendungen/Verluste:

4 Föhne
10 Schneideklingen
3-5m Folie
10-20 Einmal-Handschuhe
viel Haut (vor allem an den Fingern)
eine Menge Nerven
soziale Bindungen
und einiges an Lebenszeit

Nun da ein Ende in greifbarer Nähe scheint und man das fast vollendete Werk vor sich stehen sieht, ist man aus zweierlei Gründen mehr als freudig gestimmt: zum einen sieht Lisa nun einfach toll und irgendwie kaum noch nach einem normalen Wohnmobil aus. Außerdem musste ich Micha dann tatsächlich Recht geben, dieses Grün ist wirklich so viel unauffälliger, wenn man in freier Natur übernachten möchte. Zum anderen ist endlich diese harte Arbeit vorbei, die gefühlt Jahre dauerte.

Mittlerweile träume ich davon, wie ich warme, weiche Folie über hellgrün lackierte Rundungen ziehe und streiche. Auch ein Paket für die Post fertig zu machen, lässt Erinnerung an diese lange Zeit des Folierens hochkommen: Das Klebeband, das das Paket zusammenhalten soll, wird sorgfältig blasen- und faltenfrei um die Ecken und Kanten des Paketes gelegt. Ich bin froh, mich jetzt endlich auf das Packen und Zusammenstellen unserer Ausrüstung konzentrieren zu können. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Collage vorher-nachher

3 Comments

  • Uschi sagt:

    Cool weiter so weder euch folgen Uschi vom Wok

  • Uschi sagt:

    Vielen Dank für die super Bilder man macht irgendwie die Reise mit. Das ihr kaputt seit vom vielen laufen kann ich voll nachziehen sind in New York in drei Tagen auch über 50 km gelaufen. Jeder Schritt war es wert gelaufen zu werden man sieht eben mehr und muss es später verarbeiten. Wünsche euch noch viel Spaß und bleibt gesund ,bis zum nächsten mal. Uschi

    • Cat sagt:

      Lieben Dank für Deine Worte! Schön, dass Dir die Bilder gefallen. Ja, uns ging es auch so, auch wenn die Füße brannten und der Rücken schmerzte, es war es einfach wert! Wir haben jeden Augenblick genossen! Wie geht es Euch Mäusen am Wok?

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