Wunderschöne Bergwelt: Die Französischen Alpen

Nach 2 entspannten Nächten in Morlon und Bex (beides in der Schweiz) auf unserem Weg in die Berge, haben wir uns außerhalb von Chamonix, unserem Ziel in den Französischen Alpen, für die erste Nacht einen wunderschönen Stellplatz am Fluss gesucht und für die darauf folgenden 4 Tage einen Campingplatz.

Der erste schöne Stellplatz in den Bergen: Bex (Schweiz).

Der erste schöne Stellplatz in den Bergen: Bex (Schweiz).

Neben den obligatorischen Campertätigkeiten, die regelmäßig erledigt werden müssen (Tanks leeren bzw. füllen), wollten wir uns einfach den Luxus einer warmen Dusche, französischem Baguette zum Frühstück und WiFi leisten. Auf dem Campingplatz „Les Deux Glaciers“ fanden wir nicht nur einen wunderschön und liebevoll gestalteten Stellplatz, sondern bekamen darüber hinaus auch noch das Alpenpanorama par excellence geboten: aus unserem „Wohnzimmer“ hatten wir einen freien Blick auf die Aiguille du Midi sowie den Mont Blanc.

Der Campingplatz "Les Deux Glaciers" mit Panoramablick.

Der Campingplatz „Les Deux Glaciers“ mit Panoramablick.

Die nächsten Tage verbrachten wir damit, auf schweißtreibenden Pfaden oder in wackelnden Gondeln die Bergwelt um Chamonix zu erkunden. Während ich mit Seilbahn und Zahnradbahn in den nächsten beiden Tagen die Aiguille du Midi auf 3.842m sowie den Mer de Glace Getscher erklimme und erkunde, entdeckt Micha Wasserfälle, Schluchten und hilft verirrten Mädchen, wieder den rechten Weg zu finden.

The Step into the void (Der Schritt ins Leere). Eine Box komplett aus Glas und 1.000m unter den Füßen: nichts.

The Step into the void (Der Schritt ins Leere). Eine Box komplett aus Glas und 1.000m unter den Füßen: nichts.

Der Ausblick von 3.842m Höhe auf das Tal von Chamonix.

Der Ausblick von 3.842m Höhe auf das Tal von Chamonix.

Der viertgrößte Gletscher der Alpen: das "Mer de Glace" (Eismeer). Eine Außen- und Innenansicht.

Der viertgrößte Gletscher der Alpen: das „Mer de Glace“ (Eismeer). Eine Außen- und Innenansicht.

Währenddessen erkundet Micha die Bergwelt zu Fuß.

Währenddessen erkundet Micha die Bergwelt zu Fuß.

Eine Tour zu zweit führt uns am 3. Tag zum Glacier des Bossons direkt oberhalb unseres Campingplatzes auf 1.425m und weiter hoch. Von ca. 1.900 Höhenmetern – mehr macht der Körper nach 4 Stunden Fußmarsch nicht mit – auf den Glacier des Bossons sowie den Taconnaz Gletscher schauen zu können und tief hinab ins Tal, ist einfach atemraubend und schwindelerregend. Selbst ich ertappe mich beim Anblick dieser direkt vor meinen Füßen beginnenden Tiefe dabei, wie ich hinter mir nach etwas Greifbarem suche, an dem ich mich festhalten kann.

Links: der "Glacier de Taconnaz" | Rechts: der "Glacier des Bossons".

Links: der „Glacier de Taconnaz“ | Rechts: der „Glacier des Bossons“.

Da Muskelkater und Beinweh am folgenden Tag ausbleiben, entscheiden wir uns für eine weitere Wanderung, dieses Mal auf der anderen, dem Mont-Blanc-Massiv gegenüberliegenden Seite. Auf dem sogenannten Südbalkon bietet sich uns ein einmaliger Blick auf die gesamte Bergkette des Mont Blanc. Über Stock und Stein, manchmal über blanke Felsen kletternd, arbeiten wir uns langsam durch immer karger werdendes Land. An einer Stelle, an der die Wegesbreite nur noch ca. 20 cm betrug, kehren wir letzendlich um. Da es bereits Nachmittag ist, bleibt uns auch keine andere Wahl, es wurde immer kälter und der Rückweg war für Knie und Kondition auch nicht zu unterschätzen.

Auf dem Weg zur Panoramaaussicht auf das Mont-Blanc-Massiv.

Auf dem Weg zur Panoramaaussicht auf das Mont-Blanc-Massiv.

5 Tage, um Chamonix und die Umgebung zu erkunden, sind resümierend schlichtweg zu kurz. Diese wunderschöne Region bietet einfach so viele, verschiedene Möglichkeiten und atemberaubende Landschaften. Auch die Stadt selbst ist einfach zu schön, um sie links liegen zu lassen. Vor allem außerhalb der Hauptsaison zeigt sich Chamonix entspannt, fast dörflich und trotzdem voller internationalem Leben. Zusätzlich zu all dem – zu dieser Zeit – angenehmen Trubel in den Straßen und Cafés, ist einer allgegenwärtig: der höchste Berg Europas, 4.810m Eis und Fels – der Mont Blanc. Man muss nur aufschauen und kurz hinter der Stadt ragt er majestätisch und erhaben empor. Zu schön!

Die wunderschöne und internationale Hochgebirgsstadt Chamonix.

Die wunderschöne und internationale Hochgebirgsstadt Chamonix.

Und jeden Tag hört und sieht man, begleitet von einem lauten Zischen, die – völlig verrückten – Basejumper über sich ins Tal rasen und jubeln, wenn sich wenig später der Schirm öffnet. Es ist einfach ein Ort, der einem vielleicht vorher kaum oder gar nicht bekannt war (wie in meinem Fall), ist man jedoch erstmal da gewesen, lässt er einen nicht mehr los. Selbst jetzt, wenn ich diese Zeilen schreibe, zaubern die Gedanken an unsere Zeit dort ein großes Lächeln auf mein Gesicht und die Gewissheit ins Herz, dass man wiederkommen wird.

Genießen und glücklich sein.

Genießen und glücklich sein.

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